Landbauer: Brauchen dauerhafte Lösung für Ötscherlifte!

FPÖ NÖ will Skibetrieb am Ötscher langfristig absichern

„Der verantwortungslose Umgang der ÖVP Niederösterreich, insbesondere des ÖVP-Sportlandesrates
Danninger, mit den Ötscherliften ist ein mahnendes Beispiel, wie schnell die Politik eine ganze Region ins
Chaos stürzen kann. Von einem Tag auf den anderen waren über 100 Arbeitsplätze gefährdet und Familienbetriebe mussten um ihre Existenz fürchten. Eine ganze Region im ländlichen Raum stand vor dem
Aus. Diese Art der Politik ist ein massiver Unsicherheitsfaktor für unser Land. So etwas darf in Zukunft
nicht mehr passieren. Unsere Landsleute, die Arbeitnehmer, Familien und Unternehmer im Bundesland
Niederösterreich müssen sich auf die Politik verlassen können. Unüberlegte Schnellschüsse sind da
vollkommen verfehlt. Ich hoffe, dass Landesrat Danninger aus seiner Aktion die Lehren zieht“, sagt FPÖ
Landespartei- und Klubobmann im NÖ Landtag, Udo Landbauer.
Die FPÖ NÖ wird die Vorgänge rund um die angedachte Schließung der Ötscherlifte im Rahmen der Sondersitzung des Landtages ganz genau beleuchten. „Die Menschen in der Region brennen für dieses Skigebiet und sind bereit, ihren Beitrag für die Zukunft von Lackenhof am Ötscher zu leisten. Die Landsleute
und Betriebe vor Ort sind die echten Experten, die wissen, was es zu tun gilt. Es braucht Gespräche auf
Augenhöhe. Sie müssen in jedem Fall in alle Entscheidungen und Optimierungsprozesse eingebunden
werden“, sagt Landbauer.
Der freiheitliche Klubobmann hält die Übernahme des Liftbetriebes in Lackenhof durch das Land NÖ für
den „ersten richtigen Schritt“. „Die Ötscherlifte sind keine Black Box. Jetzt geht es darum, den Betrieb
auf solide Beine zu stellen und langfristig abzusichern. Es braucht eine dauerhafte Lösung, ohne dass
das Ende des Liftbetriebes ständig wie ein Damoklesschwert über der Region schwebt. Das halte ich für
den falschen Zugang. Die ÖVP darf das Skigebiet auch in zwei Jahren nicht abschreiben. Wir müssen
Wege finden, wie die Ötscherlifte erhalten bleiben und zusätzlich neue Zweige im Tourismus im ländlichen Raum erschlossen werden. Das Modell Danninger, wonach vier Monate Wintertourismus wegfallen
und der Ganzjahrestourismus entstehen soll, ist der Traum von warmen Eislutschern“, meint Landbauer.

Dass die Besucherzahlen und Verkaufszahlen von Tickets im letzten Jahr massiv zurückgegangen sind,
ist nicht verwunderlich. „Wir müssen seit fast zwei Jahren eine Politik der Unsicherheit und des Chaos
erleben. Wir werden von der Regierung und den politischen Verantwortlichen in diesem Land laufend
angelogen. Das reicht von der Wirkung der Impfung über Lockdowns bis hin zur Impfpflicht. Ich erinnere
nur an Aussagen wie: „für alle Geimpften ist die Pandemie vorbei“, „es wird keinen weiteren Lockdown
mehr geben“ oder „es wird keine Impfpflicht geben“. Wo man hinschaut, wurden und werden wir von
dieser Regierung belogen. Das ist alles andere als vertrauensbildend und führt letztlich dazu, dass man
diesen Herrschaften in der Regierung nichts mehr glauben kann“, attestiert Landbauer der ÖVP ein
massives Glaubwürdigkeitsproblem, das sich wie ein schwarzer Faden von der Bundesregierung über
die Länder bis hinein in die Gemeinden zieht.
„Die negativen Folgen dieser Politik haben wir auch bei Lackenhof gesehen. Auf eine mäßige Corona-Saison sollte das endgültig Aus für die Ötscherlifte folgen. Von Planungssicherheit für Betriebe und
Unternehmer brauchen wir hier gar nicht mehr zu sprechen. Die gibt es de facto nicht mehr, die hat die
ÖVP abgeschafft“, so die Kritik des FPÖ-Klubobmannes.
Dass der Betrieb der Ötscherlifte nun einmal gesichert ist, hält Landbauer für einen wesentlichen Erfolg,
den die Freiheitlichen gemeinsam mit der SPÖ, insbesondere mit LH-Stellvertreter Franz Schnabl, der
SPÖ-Bürgermeisterin und allen Landsleuten, die aufgestanden sind und sich dafür eingesetzt haben.
„So geht das echte Miteinander. Die ÖVP braucht jetzt nicht glauben, dass sie die Skilifte bis über die
herannahende Landtagswahl rettet und dann dem Erdboden gleichmacht. Sollte das passieren, dann
wird die ÖVP NÖ einen noch stärkeren Gegenwind zu spüren bekommen“, so Landbauer.